Venus Berlin 2014: Pop(p)-Sternchen, Kurioses und Fetisch

Die Venus Berlin wird endlich volljährig – zum 18. Mal fand die international größte Erotikmesse statt und soll erwachsen geworden sein. Wir waren für euch vor Ort und haben euch einige Eindrücke von der bunten und quirligen Messe mitgebracht.

Venus Erotikmesse 2014

Jede Menge Erotikstars und Sternchen

Wandte man sich im Eingangsbereich nach rechts zu Halle 20, kam man auch gleich an den Hauptpunkt des Geschehens, denn hier war am meisten los. Kein Wunder: Hier befand sich auch der „StarWalk“ der Venus. Wir waren allerdings reichlich enttäuscht, als wir feststellten, was der „StarWalk“ war: Eine zweireihige, lieblos aufgebaute, etwa 20 Meter lange Theke, hinter der bis zu 40 Pop(p)-Sternchen Platz fanden. Ein Meter Platz pro Dame. Hier konnte man sich Autogramme abholen und die Ladys fotografieren.

Das eine oder andere der Sternchen konnte man zwischendurch auf der kleinen Showbühne gleich am Eingang sehen, ganz zu schweigen von den Darbietungen auf der Showbühne, die in einer extra Halle untergebracht war. Auch wenn einige der Shows nett anzusehen und ästhetisch gemacht waren, war der Ansager eine mittlere Katastrophe, der zwischen den Darbietungen darauf bedacht war, mit schlüpfrigen Sprüchen die Stimmung zu zerstören. Auch eine Ladies Area (mit der zugehörigen ewig langen Warteschlange) gab es – allerdings nur etwa alle zwei Stunden einen Men Strip.

Das Highlight der „Stars“ war wohl Micaela Schäfer, die in einem extrem seltsamen Kostüm und atemberaubend hohen Schuhen umherwackelte und den Messegästen Vorträge über diverse Sextoys hielt. Aus der Nähe betrachtet können wir sagen: Im Fernsehen sieht sie definitiv besser aus als in Natura.

Die Stände: Für jeden etwas dabei

Von über 250 Ausstellern sprach man im Vorfeld der Messe, wobei hierbei offenbar die vielen Pornodarstellerinnen mitgerechnet wurden. Dennoch war es reichlich vielfältig. Neben den Messeständen verschiedener Shops, die Sextoys feilboten, gab es natürlich auch einiges Kurioses auf der Messe zu sehen, von hochwertigen handgedrechselten, Vibratoren aus Holz über Brustvergrößerungen und Fett-weg-Behandlungen bis hin zu Swingerurlauben und Dildo Partys. Zu den Highlights gehörten in diesem Jahr wohl die „Wichstücher“ – auf Tücher gedruckte Gesichter von heißen Frauen ermuntern masturbierende Männer, „auf ihnen zu kommen“. Diese Erfindung wurde sogar mit dem Venus Award für die beste Innovation ausgezeichnet – sehr erwachsen, liebe Venus!

Spannend: Der Fetischbereich

Eine komplett eigene Halle widmeten die Veranstalter dem Fetischbereich. Wer bereits eine der kleineren, regionalen Erotikmessen gesehen hatte, konnte hier vielleicht im Gegensatz zu den anderen Hallen noch die eine oder andere Überraschung erleben, ist doch dieser Bereich auf kleineren Messen meist unterrepräsentiert. Auf einer großen Bühne wurden überwiegend Bondage-Techniken und Bondage-Challenges präsentiert, beispielsweise von Darstellern wie Sandra Silvers oder The Bondage Mistress. Wer mit dieser Szene noch nicht allzu vertraut ist, konnte hier spannende Einblicke gewinnen.

Natürlich gab es auch hier einige Händler und Aussteller, die unter anderem Domina-Ausrüstung, Lederwaren und -kleidung, Bondage-Zubehör und Fetisch Videos präsentierten. Ein Stand versprach sogar, die Einweisung in den BDSM-Bereich bei Bedarf gleich mitzuliefern.

Interessant war der Kontrast zu den anderen Hallen: Im Fetischbereich hatte man das Gefühl, dass jeder einzelne der anwesenden Aussteller seinen Job mit Hingabe und Leidenschaft ausfüllte. Bei den Ausstellern in den anderen Hallen drängte sich der Gedanke auf, dass der Kommerz schon sehr stark im Vordergrund steht. Dies zeigte sich auch an der Zahl der Besucher im Fetisch-Bereich – während man sich in den anderen Hallen überwiegend durchschieben lassen musste, konnte man sich hier frei bewegen und sich in Ruhe umsehen oder mit den Ausstellern sprechen.

Das Schönste: Die Besucher

Wer schon einmal eine Erotikmesse gesehen hat, hat auf der Venus nicht allzu viel Neues erlebt. Allerdings machen die Besucher diese Messe sehenswert. Hier gibt es natürlich sehr unterschiedliche Interpretationen des Erotikthemas. Während sich so manches Pärchen schon besonders sexy fühlt, weil die Frau dieses Mal einen kürzeren Rock und ein tieferes Dekolleté trägt, sahen wir auch Besucherinnen, die mit nichts als Unterwäsche bekleidet waren, einen Herren im langen Lackrock und diversen Piercings und Tätowierungen sowie eine Dame, die ihre zwei männlichen, bis auf eine Badehose nackten Sklaven an einer Leine spazieren führte.

Die Venus ist bunt und gerade deshalb auf jeden Fall einen Besuch wert, auch wenn der Eintrittspreis von 35 Euro pro Person durchaus eine gewisse abschreckende Wirkung haben kann.

 
 
 
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